Ylenia oder Mutter Helvetia und ihre Rabenkinder

Jedes mal, wenn wieder ein Kind von der Strasse weg verschwindet, frage ich mich fassungslos, warum in aller Welt, in einem zivilisierten Land, so etwas möglich ist. Die moderne Schweiz, die sich, liberal, human und aufgeklärt dünkt, hat ein eigenartiges Verhältnis zum menschlichen Individuum.
Der Mensch als solches gibt es in der Schweiz nicht. Es gibt nur manipulierbare ökonomische Subjekte, die angepasst das machen, was ihnen zu Machen befohlen worden ist.
Ein ungeschriebener Codex, der regelt, was Schweizerisch ist und was nicht. Zwar darf jeder sagen, was er denkt, das war es dann aber auch schon. Wer nicht mit dem Strom schwimmt, wird fichiert und drangsaliert. Bis vor 20 Jahren reichte es schon, ein PdA Mitglied zu sein, um mit einem unausgesprochenen, aber praktizierten Berufsverbot, belegt zu werden.
Der Mensch ist als freies Individuum in der Schweiz nichts wert. Anpassen, Integrieren, Konsumieren und ja nicht selbstständig Denken, das ist die Rolle die die Herren der Schweiz AG, dem freien Schweizer zugedacht hat.
Das Kind ist das schwächste Glied der Gesellschaft, es kann sich weder wehren noch seine Bedürfnissen artikulieren. Es ist ja auch nur ein Kind. Dementsprechend schlecht, ist es um das Wohl der Kinder in der Schweiz bestellt. Nach wie vor herrscht die Meinung vor, dass die Erziehung, des Kindes, eine private Angelegenheit ist. Eltern dürfen mit ihren Kinder machen was sie wollen, sie fördern oder auch misshandeln. Die Eltern erfahren vom Staat fast keine Unterstützung. Der unterhält lieber eine teure Armee, die zu nichts nutze, ist, als das er sich um seine Zukunft, den Kindern kümmert. Skandalöserweise sind Kinder in der Schweiz, heutzutage ein Armutsrisiko und keiner stört sich daran.
Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, was der Schweizer Staat, von seinen jüngsten BürgerInnen hält – nämlich nichts oder nicht viel. Angefangen bei den Kinder der Landstrasse über das Drama der Verdingbuben und Mädchen, bis zur heutigen Diskriminierung der Kinder, zeigt der Staat ein sträfliches Desinteresse an seiner Zukunft, an den Kindern.

  • Kinderzulagen? – Ein gut gemeinter Scherz, Steuergeschenke an die Reichen sind besser!
  • Genügend Kitaplätze? – Braucht es nicht, Panzer sind besser!
  • Kleinklassen? – Nicht mit uns, neue Kampfflugzeuge braucht das Land!
  • Tagesschulen? – Aber nein, unsere Bauern brauchen Subventionen!
  • Steuerliche – Vorteile für Familien? Gibt es nicht einen besseren Witz!
  • Lehrstellen? – Es braucht doch nicht jeder Scheissjugo eine Lehrstelle!

Die Liste liess sich beliebig fortsetzen, kein Nachbarland der Schweiz, hat so ein asoziales und veraltetes Erziehungs-, und Schulsystem, wie die Schweiz.
Von einer institutionalisierten Diskriminierung, ist es nicht weit, bis zur physischen Gewalt, die die Kinder zur reinen Sache herabwürdigt, sie missbraucht und dann wie Abfall wegwirft.

Mehr Informationen: Kinder der Landstrasse I » Kinder der Landstrasse II » Kinder der Landstrasse III » Kinder der Landstrasse IV » Verdingbub / Mädchen »

Popularity: 9%

Beliebteste Beiträge

Autor: gedankenblitze  •  29. August 2007  • Rubrik: Soziale Frage •  Comments (2) • 

2 Kommentare zu “Ylenia oder Mutter Helvetia und ihre Rabenkinder”

  1. Thommen

    Ich habe schon lange den begründeten Verdacht, dass die gesellschaftliche Moral lieber Aussenseiter als Sündenböcke hinstellt, statt die Probleme in den Familien zur Kenntnis zu nehmen. Denn die “heilige heterosexuelle” Familie geht über alles! Und Schwule sind sowieso grundsätzlich unfähig, Kinder zu erziehen…

  2. Joe

    Es geht nicht darum, ob Schwule Kinder erziehen können oder nicht.

    Schwul zu sein, ist kein Sünde und keine Krankheit. Aber es verändert die bestehenden kulturellen Wertvorstellungen, die über Jahrtausende zu unserer
    heutigen Gesellschaft geführt haben.

    Biologisch kann eine schwule Gesellschaft / Gemeinschaft kein Kind bekommen. Ergo
    ist es für das Überleben der Menschheit besser, wenn Kinder nicht zum Schwulsein erzogen werden.


Kommentar schreiben

Kommentar