Vaterschaftsurlaub

Nun ist es also soweit, auch die in der Bundesverwaltung beschäftigten Männer, steht ein Vaterschaftsurlaub von 5 Tagen zu.
Die Geburt eines Kindes ist ein wunderbares Ereignis, dass in der Folge neben viel Freude, auch viel Arbeit verursacht.
Wer einem Kind, den Weg in die Welt ermöglicht, der trägt zum allgemeinen Wohl bei. Nebst dem Wunder des Lebens, das sich in Worten weder beschreiben und bemessen lässt, erwächst der Allgemeinheit, ein aktives Mitglied, das sich wirtschaftlich am Allgemeinwesen beteiligt und zu dessen Wohlstand beiträgt.
Dem Staat, ist das Wunder des Lebens und die Aussicht auf einen künftigen Steuerzahler, nur lausige fünf Tage Vaterschaftsurlaub wert. Passend zu der staatlichen Diskriminierung, die der werdende Mensch, in seiner Kindheit durchläuft, gewährt der Staat einen mickerigen Miniurlaub.
Um das Handwerk des Tötens zu erlernen, muss jeder gesunde (oder was dafür gehalten wird) Schweizer Mann, über die Jahre hinweg verteilt, Wochen und Monate in den Militärdienst. Das Militär ist die staatliche Organisation, deren Aufgabe das Töten und nicht das Spenden von Leben ist.
Welch eine Ironie, wer töten soll, ist besser als derjenige gestellt, der Leben spendet. Diese Logik passt zu dem verlogenen Staatswesen, dass die Schweiz ihr eigen nennt.
Bei den Geriatiker zu Bern, die dieses Staatswesen lenken, muss wohl die Senilität überhandgenommen haben. Wer etwas Modernes, Zukunftsweisendes erwartet hat, wurde wieder einmal enttäuscht.
Passend zu dieser Pose, wollte Bundesrat Merz, den Vaterschaftsurlaub, bei den Flitterwochen abziehen. Zur Erinnerung noch, Bundesrat Merz, war derjenige, der nach seiner Wahl sagte, er sei auch ein Bundesrat der Jungen und der Frauen.
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Autor: gedankenblitze  •  30. August 2007  • Rubrik: Realsatire, Soziale Frage •  Comments (0) • 


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