Die weissen Schafen und der schwarze Block

Sobald eine politische Gruppe oder Partei, Gewalt anwendet, verliert sie ihre Legitimation. Gewalt beendet den Dialog, zerstört die Reputation und rechtfertigt den Einsatz von Gegengewalt.
Allen Menschen, die sich politisch betätigen, ist dies bewusst. Eine politische Bewegung, hat es nicht nötig, Gewalt anzuwenden. Gewaltlosigkeit und Zivilerungehorsam, sind so starke Mittel, dass sie die Anwendung von Gewalt überflüssig machen.
Ein Blick, in die jüngere Geschichte, beginnend bei den 68 Demonstrationen, über die Anti AKW Bewegung, den linken Sekten der 70er bis zum Entstehen des schwarzen Blockes, zeigt, das immer von der Justiz, die das Geschäft der herrschenden Klasse betreibt, versucht wurde, den Protestbewegungen, Gewalt an zulasten. In Deutschland wurden Leute ins Gefängnis geworfen, weil sie ein Zelt besassen, mit deren Stangen, man eine Bombe hätte bauen können.
Wenn die Versuche der Kriminalisierung einer friedlichen Gruppierung nicht gelangen, wurde diese von den Geheimdiensten und der Polizei, unterwandert. Immer wieder treiben sich in der politischen Protestszene, Gestalten herum, die zur Gewalt aufrufen. Diesen Gestalten ist eignen, dass sie über Geld und Mittel verfügen, um Gewalt anwenden, zu können, aber nicht erklären können, woher diese stammen und von welchen Einkünften, sie leben.
Bis heute sind die Verbrechen der RAF nicht geklärt. Nach wie vor ist unklar, ob nicht einige Attentate die man der RAF, anlastet, von Geheimdiensten ausgeführt wurden und den Aktivisten der RAF, in die Schuhe geschoben wurden.
Vor bald 30 Jahren wurde in Kaiseraugst, der Informationspavillon, des künftigen AKWs, in die Luft gejagt. Bis heute sind die Täter weder gefasst noch bekannt. Im Zuge des Skandals um die geheime Widerstandsorganisation P26, wurde diskutiert, ob nicht diese für das Attentat, verantwortlich ist.
Den Krawallen, die Bern am letzten Samstag (6. Oktober 2007) erlebt hat, ist eigen, dass Sie professionell ausgeführt wurden. Es waren keine Teenager am Werk, sondern Guerillas, die ihr Handwerk verstanden. Organisiert und professionell wurde Gewalt ausgeübt. Die Polizei, war von der Effizienz der Chaoten überrascht. Gleiches Vorgehen, wie bei den Krawallen von Rostock. Dort wurde, wenn wundert es, ein verdeckt arbeitender Polizeibeamte an den Tag befördert, der zur Gewalt animierte.
Nach der Schande von Bern, wäre es an der Zeit zu fragen, wer die Krawalle organisiert und in die Wege geleitet hat. Verwunderlich wäre es nicht, wenn im Verborgenen, der Krawall bestellt wurde, um für die Partei der weissen Schafe, Sympathie zu schüren. Solche Krawalle, sind Wasser auf die Mühlen, der Kräfte, die nach einem totalitären Polizei-, und Überwachungsstaat streben.

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Autor: gedankenblitze  •  10. Oktober 2007  • Rubrik: Soziale Frage •  Kommentare (1) • 
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Ein Kommentar zu “Die weissen Schafen und der schwarze Block”

  1. sebastian

    voll deiner meinung!
    es war ja bereits in genua 2001 und in heiligendamm offensichtlich.
    ich war am samstag anwesend und habe tatsächlich ein mitglied des schwarzen blocks mit einem walkietalkie gesehen. er hat lediglich die bewegungen der polizei an jemanden weitergegeben, wazu diese infos dienten weiss ich nicht,…
    vielleicht war es ja auch nur ein freund, der einen anderen schützen wollte…
    wer weiss, an der nächsten demo werd ich mich besser umsehen ;)

    mfg

    seb.


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