Christoph Blocher: Sachpolitiker oder Messias?
Eine Woche nach der Abwahl von Christoph Blocher und der Oppositionsdrohung der SVP, tritt langsam wieder der politische Alltag ein.
In der Replik der Bundesratswahl, treten zwei Betrachtungsweisen unter vielen anderen, besonders hervor. Die eine ist die Christoph Blocher als Messias, Erretter der Schweiz sieht und die andere sieht ihn als Sach- und Interessenpolitiker.
Die ganze Aufregung die mit Christoph Blocher einhergeht, kommt daher, dass er für viele Menschen ein Art nationaler Erlöser ist. Auf die Nähe dieser Rhetorik zum Nationalsozialismus» wird immer wieder hingewiesen, wobei Christoph Blocher keinesfalls ein Nazi ist.
Am eindrücklichsten findet sich diese Betrachtungsweise, in der Äusserungen seiner Frau im Tagesanzeiger wieder.
Mein Mann hat als überdurchschnittlicher Bundesrat mit grosser Ausstrahlung und ausserordentlichen Fähigkeiten seine Kollegen weit überragt. Seine Weitsicht und seine Klugheit lassen ihn Probleme frühzeitig erkennen, seine Weisheit und seine Verstandesschärfe helfen ihm beim Erarbeiten von Lösungen, und seine unglaubliche Energie und seine Schaffenskraft setzen die Lösungen durch. Dadurch hat er nicht nur kleinliche Ehrgeizlinge und feige Neider aufgeschreckt, er ist auch stets im Fokus kritiksüchtiger und tendenziöser Journalisten gestanden, die ihn umschwirrten wie die Motten das Licht. Siliva Blocher»
Die andere Betrachtungsweise lässt sich in den Äusserungen von Hansjörg Walter dem Präsident des Schweizerischen Bauernverbandes (SBV), ablesen. Die SVP vertritt neben der Aufwertung von Christoph Blochers Ego auch wirtschaftliche Interessen. Diesen ist nicht gedient, wenn die SVP in die Opposition geht und ihren Einfluss in populistischen Kampagnen verspielt.
Er, Hansjörg Walter, werde aber dafür sorgen, dass die SVP auch in Zukunft eine Landwirtschaftspolitik mache, die den Bauern im Land diene.
Der SBV-Präsident hofft, dass es nicht zu einer Spaltung der Fraktion kommt. Er könne aber nicht ausschliessen, dass sich einige Kollegen in der neuen Funktion nicht wohl fühlten und austreten möchten. Das gelte es nun im Gespräch zu verhindern. Eine Spaltung würde die SVP “schwächen und nur dem links-grünen Lager dienen.”
Zur neuen Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf sagt Walter, sie stehe zu einer ökologisch produzierenden Landwirtschaft und habe als Regierungsrätin zum Bündner Bauernverband und zur bäuerlichen Basis eine gute Beziehung gepflegt. Er habe mit ihr keine grundlegenden Differenzen. Hansjörg Walter»
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Autor: gedankenblitze • 20. Dezember 2007 • Rubrik: Soziale Frage • Comments (0) •
Tags: Blocher