DSDS – TV 2.0 in der Praxis
Kaum hat das neue Jahr seinen Lauf genommen, schon wieder geht die Supersternensuche von neuem los. (Eine Persiflage der drei Könige?)
Wer schon immer von sich dachte er sei ein Superstar, der darf sich beim Casting anstellen und sein vermeidliches oder vorhandenes Talent zur Show stellen. Eine Chance hat jeder, ob Mann oder Frau. Ob die Auswahl gerecht ist, lässt sich aus der Ferne, vom gemütlichen Fernsehsessel aus, nicht beurteilen.
No Time, is like Showtime! Dieter Bohlen macht wie üblich einen guten Job. Ob man ihn mag oder nicht, er ist ein guter Entertainer.
In vielen Menschen, muss ein tiefverwurzeltes Bedürfnis wohnen, sich öffentlich bloss zu stellen und anschliessend von einem Kotzbrocken lächerlich gemacht zu werden. Anders lässt sich der Ansturm, der Unbegabten, auf DSDS nicht erklären. Einige der Kandidaten sind so misrabel, dass die Vermutung nahe liegt, dass sie mit einem finanziellen Zustupf zur Kandidatur überredet wurden.
DSDS ist eine clever gemachte Sendung. Ganz im Stil von TV 2.0 werden keine Inhalte produziert, sondern ein Gefäss bereit gestellt, dass den Usern, respektive den ZuschauerInnen die Möglichkeit bietet, selber tätig zu werden. DSDS ist eine unterhaltsame Art, des multimedialen Crowdsourcing.
DSDS bietet immer wieder überraschende Wendungen, die allerlei Raum für Verschwörungstheorien bietet. Ein Mythos kann keiner TV Sendung schaden, er erhöht die Zuschauerzahlen.
Wenn auch am Schluss, regelmässig der Stromlininenförmigste und nicht der mit dem grössten Talent gewinnt, ein Spass bleibt DSDS allemal.
Wie sagt doch der grosse Dieter Bohlen: „Das Leben ist ungerecht: Jimi Hendrix ist tot, John Lenon ist tot und Heino lebt!“
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Autor: gedankenblitze • 27. Januar 2008 • Rubrik: Realsatire • Kommentare (1) •
Tags: DSDS
am 30. Januar 2008 um 16:43 Uhr | #
ihnen hätte ich nicht zugetraut, dass die rtl überhaupt programmiert haben.ich bin enttäuscht, wo doch ihre beidträge so 3sat haftig waren und überhaupt nicht rtlig… naja, wems gefällt