Vom Mangel zum Überfluss
Vor 200 Jahren, zu Beging der Industriellen Revolution betrug die Lebenserwartung eines Arbeiters, weniger als 40 Jahren. Die bäuerliche Umwelt und der industrielle Arbeitsplatz verlangten um sie zu bewältigen, von den ArbeiterInnen grosse Anstrengungen.
Viele Arbeiter waren zugleich Kleinbauern. Sie mussten sowohl ihren Hof wie auch ihre Arbeit in der Fabrik bewältigen. Verbreitet waren tägliche Arbeitszeiten von fast 20 Stunden. Urlaub und technische Hilfsmittel waren unbekannt. Nicht selten mussten die bäuerlichen ArbeiterInnen, täglich Arbeitswege von 20 Kilometer und mehr, zu Fuss bewältigen.
Der enorme physische Einsatz, den Menschen zu leisten hatten, hinterliessen Spuren in der Gesundheit. Mehr als 20 Jahren konnte niemand diese Strapazen ertragen. Unter der Fabrikherren gab es nicht nur Ausbeuter sondern auch fortschrittliche Sozialpioniere, die das Leiden ihrer ArbeiterInnen mildern wollten.
Krankenkassen, Renten, elektrische Haushaltsgeräte, Ferienheime für Arbeiter … und auch die Lebensmittelindustrie, sind zur Realität gewordene Visionen von Sozialpionieren. Nach über 100 Jahren der technischen und sozialen Entwicklung, kam auch die Arbeiterschaft im Genuss eines besseren Lebens.
Die elektrische Waschmaschine, der Kühlschrank und der Kochherd sind Meilensteine in der sozialen Entwicklung. Vor dem Zweiten Weltkrieg kammen sie auf und setzten sich erst in den 1960er Jahren durch.
Gegen Ende des letzten Jahrhunderts setzten sich mit Siegeszug der Convenience-Produkte und des Fastfoods, die letzten Visionen der Sozialpioniere des 19. Jahrhunderts durch.
Erst seit 20 Jahren, können die Menschen Haushalt und Alltag bewältigen ohne Brennholz zu rüsten oder einen Garten zu bewirtschaften. Noch in 1950er Jahren bedeutete Wäsche waschen um 5 Uhr aufstehen, den Bottich einheizen und zu guter Letzt alles von Hand waschen zu müssen. Kleintiere schlachten, Gemüse einwecken usw. gehörten zum Alltag der Menschen.
Seit die Modernisierung alles durchdringt, begingt sie sich gegen den Menschen zu wenden. Was von ihrer Initiatoren als Verbesserungen geplant war, wurde zur Profitmaximierung, zweckentfremdet.
Die ürsprüngliche Intention der Nahrungsmittelindustrie war den Hunger von den Tischen der ArbeiterInnen zu bannen. Billige, Gesunde und Nahrhafte Lebensmittel für jedermann.
Als die Bäuche der Menschen satt waren, war das Ziel der Nahrungsmittelindustrie erreicht. Anstatt inne zuhalten, begann die Nahrungsmittelindustrie sinnlose Produkte zu produzieren.
Wenn zum Beispiel eine Innerschweizer Grossmolkerei Müesli in Becher abfüllt und diese um den halben Globus verfrachtet, hat dass nichts mit Vernunft zu tun.
Verstopfte Strassen, Co2 Probleme wollen nicht so richtige zu Lastenzügen passen, die Tonnenweise Müesli ins Ausland (zumal es dort auch Milch und Haferflocken gibt) verfrachten.
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Autor: gedankenblitze • 28. Februar 2008 • Rubrik: Soziale Frage • Comments (0) •
Tags: Convenience