Stirb der Bauern, dann stirbt auch die Stadt!

Gerste im April

Vor unserem Haus steht ein Gerstenfeld. Gestern Abend entdeckte ich, dass die ersten Pflanzen am Ährenschieben sind. Heute als sich das Phänomen fotografieren wollte, hatten schon fast alle Gestenpflanzen Halme und Ähren geschoben.
Das bedeutet, das Ende April, die landwirtschaftlichen Kulturen den Stand von Anfangs Juni haben. Für mich ist dies ein deutliches Zeichen, das die Natur endgültig aus dem Gleichgewicht geraten ist.
Sämtliche Lebensmittel, die der Mensch zu sich nimmt, stammen aus der Natur. Treten im vermehrten Masse Anomalien in der Natur auf, ist die Ernährung der Menschheit, auch die in Europa nicht mehr gewährleistet.
In den letzten Jahren, wurde unbemerkt von der restlichen Bevölkerung die Landwirtschaft Stück für Stück liquidiert. Einen Bauernstand, der den Namen verdient, gibt es in der Schweiz nicht mehr. Man, die Allgemeinheit hat sich angewöhnt, alles zu importieren. Jederzeit ist alles zu haben. Trauben im April, Erdbeeren an Weihnachten und so weiter und so fort.
Wenn im Ausland nichts mehr wächst, bleiben auch in den hiesigen Konsumtempel, die Kühlregale leer. Diese Entwicklung, vor dem Hintergrund einer sich zuspitzenden Energiekrise, lässt für die Zukunft nichts Gutes vermuten. Allzu viel fehlt nicht mehr und der Hunger ist auch wieder bei uns zu Gast.
Vorwärts in die Steinzeit, das ist die Devise unserer Zivilisation. Mit dem Hunger, kommen Tuberkulose und die Pest zu uns zurück.
Wie heisst doch das alte Sprichwort: Stirb der Bauern, dann stirbt auch die Stadt!

Gerstenfeld 29.April 2007 6294 Ermensee Lu

Gerste

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Autor: gedankenblitze  •  29. April 2007  • Rubrik: Philosophie •  Comments (0) • 


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