Schafft die Armee Sicherheit?

Sicherheit und ArmeeDie Armee die die Sicherheit der Schweiz garantiert, wurde vor 160 Jahren konzipiert und realisiert.
Vor 160 Jahren lebten die Menschen in einer ländlichen, leicht zu durchschauenden Umwelt. Es existierten weder Verkehrswege noch effiziente Transportmittel. Die industrielle Revolution hatte erst gerade begonnen, heutige Hochtechnologien waren noch unbekannt.
Die Menschen kannten weder fliessendes Wasser, Haushaltsgeräte noch elektronische Medien.
Ausser Naturgewalten, Krankheiten und fremde Mächten kannten die Mensch keine Bedrohungen. Die Sicherheit war einfacher als heute zu gewährleisten. Es braucht lediglich eine Armee die das Land von dem Zugriff durch fremde Mächte schützte und Wehrdienste die im Fall von Naturkatastrophen helfend eingreifen. Ein Gesundheitswesen konnte es noch nicht geben, den dazu fehlten die Naturwissenschaftlichen Grundlagen. 1848 war die Welt noch einfach und überschaubar.
Im Gegensatz zu damals ist die Welt heute Komplex. Ausser Naturgewalt die Zivilisation in Schach halten, hat sich alles verändert. Die Erbfeinde sind heute Freunde. Die Grossmächte sind so reich das sie Schweiz nicht mehr erobern müssen, sie kaufen Sie.
Das Versagen eines kleines Teiles der komplexen Infrastruktur, dass kaskadenartig alle Teile mit dem es zusammenhängt lahmlegt, ist die grösste Gefahr für die Gesellschaft.
Der Feind kommt nicht mehr von Aussen, er kommt aus dem Inneren. Durch das destabilisierte Klima nehmen die Schäden durch Wasser, Lawinen, Steinschlag zu.
Die Globalisierung hat das soziale Gefüge der Schweiz verändert. Die aufgehende Einkommensschere produziert VerliererInnen, die die Unversehrtheit des öffentlichen Raums untergraben.
Für die Gewährleistung der ökologischen, sozialen und öffentlichen Sicherheit ist die Armee nicht das geeignete Mittel.
Mit Minenräumpanzer baut niemand Schutznetze gegen Steinschlag. Ein FA18 Kampfflugzeug, hilft keinem Ausgesteuerten bei der Stellensuche. Ein Ständchen der Armeemusik wird wohl kaum die Verantwortlichen in der Migros dazu bewegen, ihren Arbeitssklaven Angestellten einen existenzsichernden Lohn zu bezahlen.
So wie die Armee heute organisiert ist, ist sie nutzlos.
Sie kostet viel Geld und schafft keinen Nutzen. Eine gut ausgestattete Nationalgrade, reicht zur Gewährleistung der Militärische Sicherheit.
Alle anderen Aufgaben, sind von zivilen Fachleuten zu lösen. Eine soziale Dienstpflicht, die alle EinwohnerInnen der Schweiz umfasst ist sinnvoller. Bewaffneter und waffenloser Dienst müssen gleichwertig sein. Ein Zivi der im Altersheim demente Patienten pflegt, nützt der Allgemeinheit mehr als Rambos, die sich als Survivalexperten im Wildwasser versuchen.

Popularity: 5%

Verwandte Beiträge

Autor: gedankenblitze  •  30. Juni 2008  • Rubrik: Soziale Frage •  Comments (1) • 
Tags: ,

Ein Kommentar zu “Schafft die Armee Sicherheit?”

  1. Aktium

    Sie haben wirklich keine Ahnung von geostrategischen militärischen Potentialen, nicht wahr? Wenn man die von allen Grossmächten betriebene extreme Aufrüstung der letzten Jahre in Betracht zieht, dann ist die Schweizer Armee, so wie sie jetzt aussieht viel zu klein und zuwenig gut ausgerüstet (gilt übrigens auch für alle anderen westeuropäischen Staaten). Es braucht wesentlich mehr Radschützenpanzer, Aufklärungsmittel, Artillerie, etc. Denn die Zeit der klassischen Konflikte steht wieder vor der Tür. Auch wenn Sie es nicht glauben wollen: Wir sind wieder im Jahre 1930. Und es wird Unruhen, Mord und Totschlag, und letztlich Krieg geben. Dann möchte ich ja sehen, ob sie immer noch finden, die Armee sei nutzlos. Die Fähigkeiten, die sie kritisieren kann man nicht innert ein paar Wochen aus dem Boden stampfen, wenn man sie braucht.


Kommentar schreiben

Kommentar