Mechanisierte Landwirtschaft

Antoine beim HandmelkenDie Mechanisierung der Landwirtschaft ist der grössten sozialen Veränderungen in der Schweiz. Keine hundert Jahre ist es her, dass über 50% der Bevölkerung in der Landwirtschaft gearbeitet haben. Die meisten unserer Vorfahren, waren entweder den ganzen Tag oder des Abends nach der Arbeit, in der Landwirtschaft tätig. Fast jeder Bewohner der Schweiz hatte einen Garten und Kleinvieh oder arbeitet als Besitzer oder Angestellter auf einem Bauernhof.
Bis in die 50er Jahre wurden die meisten Arbeiten in der Landwirtschaft manuell erledigt. Angefangen vom Schärfen der Sense bis hin zum manuellen Drehen des Butterfasses, war der Arbeitsalltag durch körperliche Arbeit bestimmt.
Ein heutiger, moderner Landwirtschaftsbetrieb hat nicht mehr viel mit dem, was einmal ein Bauernhof war, zu tun. Komplexe Arbeiten wie Heuen, die noch vor nicht allzu langer Zeit den Einsatz der gesamten Familie und aller Freunde verlangten, werden heutzutage in einigen Traktordurchgängen erledigt. Gemolken wird im Melkstand und dank der Rohrmelkanlage fällt keine Arbeit mehr mit dem Transport und der Lagerung der Milch an.
Die Schattenseite der modernen Landtechnik ist die nahezu vollständige Abhängigkeit der Landwirtschaft vom Strom und dem Erdöl. Ohne Strom und Erdöl wächst in der Schweiz kein Brot mehr und keine Kuh gibt mehr Milch. Die traurige Wahrheit ist, das die Ernährung der Bevölkerung in der Schweiz von Rohstoffen, die von weither kommen, abhängig ist. Fremde Mächte können der Schweiz jederzeit den Zugang zu diesen Rohstoffen verwehren.
Leider haben die meisten Landwirte die von ihren Grossväter ererbten Gerätschaften entsorgt. Mit der Entsorgung der Tengelböcke und der Pferdezugmaschinen ist das Wissen, wie mit diesen Geräten gearbeitet werden muss, verloren gegangen.
Währendem die Partei, die vorgibt die der Bauern zu sein, Laut über fremde Vögte in Brüssel jammerte, haben ihre Parteigänger, die Selbstversorgung der Schweiz wegrationalisiert. Darauf hinzuweisen, wie Fragile der Zugang zum Erdöl ist, ist müssig. Leider ist das Wissen und Können um die bäuerliche Handarbeit verloren gegangen. Wissen ohne Können nützt nichts. Weder das Eine noch das Andere ist vorhanden.
Wer mit dem Wissen, das die Ernährungssicherheit der Schweiz von Leuten wie Mahmud Ahmadinedschad, Muktada Al Sadr und einigen Haremsbesitzer abhängt, ruhig schlafen kann, ist selber schuld, wenn eines Tages sein Teller leer bleibt.

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Autor: gedankenblitze  •  23. Mai 2007  • Rubrik: Philosophie •  Comments (0) • 


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