Von Pillen, Sportler und Polizisten
Ich lebe, also schlucke ich
Hand aufs Herz, ohne Concerta, Ritalin, Viagra, Stilnox, Efexor, Ponstan, Demesta, Xanax, Haloperidol, Aspirin und ganz viel Rotwein um den üblen Geschmack wegzuspülen, würde unsere schöne neue Welt nicht funktionierten.
Morgens eine Portion Ritalin um den Tag hindurch Leistung zu bringen und abends ein Ladung Demesta mit Rotwein um gut schlafen zu können. Der neoliberale Leistungsfetischismus verlangt alles vom Menschen. In der Jugend gibt es Ritalin für die guten Zensuren und im Alter Xanax zur Erholung nach dem Burnout.
Des Schweizers tägliche Drogen bezahlt die Krankenkasse. Ohne das staatliche finanzierte Doping würde die Wirtschaft zusammenbrechen. Die Einen sind krank weil zu viel Arbeiten und die Andern, weil sie keine Arbeit haben.
Freund und Helfer
Die Drogen sind des Menschen Freund und Helfer. Ohne sie kann er nicht Leben. Ohne die Leistung kein Konsum und ohne Konsum keine Wirtschaft.
Synthetische Drogen sind weit verbreitet und allgemein akzeptierst. Solange der Mensch Leistung bringt, fragt niemand wie die Leistung zustande kommt.
Um das kollektive schlechte Gewissen zu besänftigen, wurde den medialen Vorbildern der Konsum von Drogen verboten.
Paradoxerweise wurde denen der Drogenkonsum verboten, die Hochleistung erbringen müssen.
Hätte ein Sportler die gleiche Drogenmenge wie ein Normalsterblicher im Blut, wäre es um seine Karriere geschehen.
Mathias M. der Chef der Zofinger Regionalpolizei hat nicht nur für Recht und Ordnung gesorgt, er hat auch mit synthetischen Drogen gehandelt. Bei Licht betrachtet, hat Mathias M. nur seine Pflicht erfüllt. Er hat Drogen unter die Menschen gebracht und für die Ruhe gesorgt, die es braucht, damit alles beim Alten bleibt und der Konsum brummt.
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Autor: gedankenblitze • 17. August 2009 • Rubrik: Medien • Kommentare (0) •
Tags: Doping, Drogen, Gesellschaft, Leistung, Polizei, Sportler