Sparmassnahme aka Exitus

SparmassnahmenDie schlanke Organisation, die maximale Leistung beim minimalen Aufwand erbringt, ist der Traum eines jeden zeitgenössichen Politiker und Businessmen – inklusive woman ;-) . Mit WENIGER leisten MEHR bekommen, ist der Grundgedanke des Sparens.
Um dies zu erreichen werden Sparmassnahmen ergriffen und die Strukturen reorganisiert.
Sobald es ums Sparen geht stehen sich die Praktiker den Theoretiker gegenüber. Die Praktiker wehren sich mit Händen und Füssen gegen die Theoretiker die ihnen den Befehl erteilen, ihre funktionierende Organisation zu zerschlagen.
In der Regel setzen sich die Theoretiker durch und das Drama nimmt seinen Lauf.

Die Anatomie einer Sparmassnahme

  • Leistungen werden reduziert oder gestrichen.
  • Die Preise werden für den Kunden erhöht, im Gegenzug erhält er weniger Leistungen.
  • Stellen die mit dem sogenannten Kernauftrag nichts zu tun haben werden gestrichen.
  • Personalstopp
  • Die Substanz der Organisation wird aufgezehrt ohne sie zu erneuern.
  • Löhne werden reduziert oder eingefroren.
  • Das Personal muss immer neue Aufgaben übernehmen, für die es nicht qualifiziert ist.
  • Kompetente Praktiker werden durch Schaumschläger ersetzt, die mit geschliffenen Worten den Niedergang Schönreden.

Die ersten zwei oder drei Jahren nach dem die Sparmassnahmen eingeführt wurden funktioniert die Organisation wie gehabt (Fachjargon: Die Sparmassnahmen greifen).
Nach fünf Jahre wenn die Substanz aufgezehrt wurde und das Personal durch die zusätzlichen Aufgaben aufgerieben wurde, setzt der Niedergang ein. Die MitarbeiterInnen entfremden sich von der Organisation und flüchten sie in die Innerliche Kündigung. Die Kunde begingen zu murren. Die Stimmung wird immer schlechter und die Organisation ist ein Sanierungsfall.
Seit 15 Jahren wird die öffentliche Verwaltung und weite Teile der Wirtschaft einem Sparprogramm nach dem anderen unterzogen.

Die Sparmassnahmen treiben eigenartige Blüten:

Am Ende funktioniert nichts mehr und die Behebung der Sparschäden, kostet ein vielfaches des Ersparten.

Man hat dort zu schnell zu viel Personal abgebaut. «Die Probleme sind inzwischen derart», sagt Köbi Büchler (CVP) der Vizepräsident der Sicherheitskommission (SIK), «dass die Armee oft Mühe bekundet, Fahrzeuge für Rekrutenschule und WK marschbereit zu halten.» Es komme vor, «dass Panzerhaubitzen-Verbände einrücken, aber von den bestellten 24 Haubitzen gerade mal vier einsatzbereit sind», bestätigt Sicherheitspolitiker Roland Borer. «
…….
Im Jargon des VBS nennt man dies «Optimierungsmassnahmen». Womit aber gemeint ist, dass die Soldaten mehr mit Besen und Schraubenschlüssel statt mit teueren Waffensystem üben sollen. Zum Beispiel bei Betrieb und Unterhalt von Schiess- und Waffenplätzen Quelle:Tagesanzeiger

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Autor: gedankenblitze  •  21. August 2008  • Rubrik: Soziale Frage •  Comments (1) • 
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Ein Kommentar zu “Sparmassnahme aka Exitus”

  1. Rick

    Nun, Sparmassnahmen sind ja eine Spezialität von öffentlichrechtlichen Unternehmungen und Grossbetrieben mit staatlicher Vergangenheit oder Gegenwart. Dort ist man über die Jahre und Günstlingswirtschaft meist als Monopolist unnötig fett geworden. Statt mit einem Fitnessprogramm die Minderleister rauszuwerfen und effiziente Abläufe reinzubringen werden die unkündbaren Günstlinge verschont, kündbare fleissige Vertragsbedienstete die wo die Arbeit machen abgebaut etc. Der Politiker nennt das auch gemeinhin Reform, die Funktionäre nennen es erfolgreiche Neustrukturierung


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