Das Innenleben der PC-Tastatur
Die Tastatur gehört zur Computer Peripherie. Mit der Tastatur können nicht nur Texte geschrieben, sondern auch Befehle ausgeführt, Programme gestartet und gesteuert oder einen Vorgang abgebrochen werden.
Computertastaturen verfügen über mehr Tasten als Schreibmaschinentastaturen und sind anders beschriftet. Notebooks haben aus Platzgründen eine andere Tastatur als PCs. Neuere Tastaturen verfügen neben den Tasten über Schnellstart-Druckknöpfe. Mit einem Druck auf den jeweiligen Druckknopf wird die zugeordnete Anwendung gestartet z. B. Programme, Musik, Lautstärke, Filme, Multimedia-Steuerung.
Im deutschen Sprachraum hat sich das System der QWERTZ-Tastaturbelegung durchgesetzt. Dieser Name leitet sich aus den ersten sechs Tasten der obersten Buchstabenreihe ab.
Diese Belegung geht auf die amerikanische QWERTY-Tastaturbelegung zurück. Ziel der QWERTY-Tastaturbelegung ist es, die am häufigsten benötigten Buchstabenfolgen räumlich zu trennen. Wenn häufig kombinierte Buchstaben auf der Tastatur nebeneinanderliegen, so liegen auch die Hämmerchen dieser Buchstaben im Mechanismus der Schreibmaschine nebeneinander und verhaken sich öfters.
Diese Anordnung beruht nicht auf ergonomischen Überlegungen sondern auf einer statistischen Untersuchung über die Häufigkeit von Buchstabenfolgen. Die QWERTY- bzw. QWERTZ-Tastaturbelegung konnte sich aber erst um 1920 gegen andere Tastaturbelegungen durchsetzen. Unangenehmer Nebeneffekt dieser Technik ist eine Verlangsamung des Schreibflusses.
- Tastaturen sind wie alle Bürogeräte genormt.
- In Deutschland und in Österreich wird die deutsche Norm genutzt.
- In der Schweiz wird eine für den deutschen, italienischen und den französischen Zeichensatz angepasste Schweizer Tastatur verwendet.
- Liechtenstein hat keine eigene Norm. In Liechtenstein wird die Schweizer Tastatur benutzt.
- Luxemburg besitzt keine eigene Norm. Firmen ohne Geschäftsbeziehungen zu deutschen Unternehmen herrscht die belgische AZERTY-Tastaturbelegung vor. In den Schulen mit deutscher Muttersprache wird Schweizer QWERTZ-Tastaturbelegung verwendet.
Übertragung zum PC
PS/2-Schnittstelle
Beim Druck und lösen einer Taste schickt der Tastatur-Controller einen Code zum Computer, wodurch ein Interrupt im Computer ausgelöst wird. Die Interrupt-Routine wertet den Scancode der Taste aus und ermittelt, welche Tasten (Strg, Alt, Alt Gr, Umschalttaste, etc.) zusätzlich aktiv ist. Anschliessend speichert die Interrupt-Behandlungsroutine das Ergebnis im Tastaturpuffer ab. Das aktive Anwendungsprogramm respektive das Betriebssystem arbeitet mit Software-Interrupts diesen Puffer ab und verknüpft den Scancode nun mit einem alphanumerischen Zeichen oder Programmanweisung. Dass bedeutet, dass die Tastatur nur Tastennummern liefert und keine ASCII-Zeichen. Die Verknüpfung von Tastennummern und ASCII-Zeichen findet erst in der Software des Anwenderprogramms des Betriebssystem statt.
USB-Schnittstelle
Die Tastatur wird vom PC genauer vom Host-Controller als Gerät das zur Klasse Human Interface Device gehört behandelt. Die dafür benötigten Gerätetreiber sind im Betriebssystem integriert. Die Datenübertragung erfolgt im Interrupt-Transfer.
Die USB-Tastatur sendet im Gegensatz zur PS/2- und ADB-Schnittstelle nicht bei jedem Drücken und Lösen einer Taste einen Code. Sondern sie sendet einen Datenblock mit Statusinformationen (“Flags”) über Tasten, in dem der aktuelle Status der Tastatur angegeben wird.
- Vorteil der USB-Schnittstelle gegenüber der PS/2-Schnittstelle:
- Beliebig viele Tastaturen sind gleichzeitig verwendbar (wichtig bei Behinderungen).
- Der Geräteanschluss ist universell nutzbar, nicht nur für Tastaturen.
- Die Geräte können bei laufendem Betrieb angeschlossen oder entfernt werden (Hotplug).
- Die Integration von beliebigen Geräten mit USB-Anschluss ist in das Tastaturgehäuse möglich.
- Mehre verschiedene Tastencodes sind möglich.
- Keine Probleme durch veraltete Technik.
Tastatur Typen
Ergonomische Tastatur wurden entwickelt um Probleme, die sich beim Arbeiten mit Standardtastaturen ergeben, können (z. B. RSI-Syndrom) entgegen zu wirken.
Ergonomische Tastaturen ermöglichen durch eine natürliche Stellung der Hände ein ermüdungsfreies und gesundes Arbeiten. Ergonomische Tastaturen sind zweigeteilt und A-förmig gebogen. Beiden Teile biegen Schwalbenflügel nach unten und die Tastatur kann – optional (verstellbar) – nach hinten abfallen. Die Handballen liegen auf einem Polster auf. Die ergonomische Tastatur ermöglicht eine natürliche Schreibhaltung. Nachteilig sind solche Tastaturen für ungeübte Wenigschreiber und bei gleichzeitiger Verwendung von Tastatur und Maus.
Ergonomische Tastaturen machen in Verbindung mit ergonomischen Computerprogrammen, die Bedienung mit der Maus überflüssig.
Gummi-Tastaturen werden in Auto-Garagen und anderen Firmen verwendet, die mit flüssigen Stoffen arbeiten. Wasser, Öl, …,
Projizierte virtuelle Tastatur existieren nicht physisch, sondern werden Tastenfeld auf eine beliebige ebene Oberfläche projiziert. Das Gerät erkennt mithilfe einer Bildverarbeitetenden Methode, welche Felder berührt werden, und leitet die Information an den Computer weiter. (z. B. Infrarot Tastatur für den Palm)
Flexible Tastaturen aus Kunststoff können eingerollt werden. Sie sind wasserdicht und resistent gegen Flüssigkeiten.
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Autor: gedankenblitze • 26. August 2009 • Rubrik: Digital • Comments (1) •
Tags: Hardware, Office, pc, PC Support, Personal Computer, Schreiben, Tastatur, UBS
am 27. August 2009 um 22:22 Uhr | #
[...] Mal kommt die rechte Maustaste zum Zuge. Dabei geht vergessen, dass sich der Computer auch mit Tastenkombinationen (Shortcut) bedienen lässt. Der Computer reagiert direkter auf die Tastatur, als auf die Maus. Den die [...]