Polizeigewalt – Gewalt gegen die Polizei
Im Verlaufe der letzten 30 Jahre hat sich die Rolle der Polizei und ihre Wahrnehmung in der Bevölkerung geändert.
Bis zur Jahrtausendwende waren Polizisten Respektspersonen. Aufgrund ihres Amtes und ihre Uniform wurden sie automatisch als die Vertreter der Staatsgewalt wahrgenommen. Die Worte eines Polizisten hatten Gewicht und niemand kam es in den Sinn sich ihnen, zu wiedersetzen. Das Jugendliche Polizisten angreifen, die sie gemassregelt haben, war undenkbar,
Bis in die 1980er Jahre hinein war es das natürliche Vorrecht eines Polizisten, Jugendliche zu ohrfeigen und zu verprügeln. Den Respekt, den die Polizisten genossen, erwarben sich zum Teil auch mit Gewalt. Niemand störte sich daran, wenn Polizisten die Töfflibuben ohrfeigten.
Die exessive Anwendung von Gewalt an den Anti-AKW-Demonstartionen und während der Jugendunruhen der früher 1980er Jahre, hatte keine Folgen für die beteiligten Polizisten.
Heute hat sich das Blatt gewendet. Polizisten werden nicht mehr ernst genommen, und wenn sie stören oder autoritär auftreten, werden sie angegriffen.
Mehrere Polizeiskandale haben dem Ansehen der Polizei geschadet. Der Höhepunkt war Zofinger Polizeichef, der zugleich mit Drogen dealte und seine drogensüchtigen Kollegen mit Stoff versorgte.
Potenziellen Kriminellen in Uniform wird weniger Respekt als Recht schaffenden Polizisten entgegengebracht.
Polizisten bekommen auch zu spüren, dass sie einen Staat vertreten der sich von einem Drittel der Bevölkerung abgewandt hat und die Jugend vernachlässigt.
Ein Staat, der sich von seinen Bürgern abwendet, kann nicht erwarten das seinen Vertretern Respekt entgegenbebracht wird.
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Autor: gedankenblitze • 15. September 2009 • Rubrik: Medien • Kommentare (0) •
Tags: Gewalt, Jugendliche, Polizei, Polizeigewalt, Staat, Töfflibueb, Zwei Drittel Geschellschaft