Amok XYZ: Der Wahnsinn geht weiter
Gewalt ist eine alltägliche Konstante. Es vergeht nicht eine Woche ohne das ein Schüler Amok läuft oder unschuldige Opfer von emotionell verwahrlosten Tätern werden.
Die Gewalt hat ein Ausmass erreicht, dass sie sich nicht mit gebetsmühlartigen wiederholten Stereotypen erklären lässt.
Die Motive und die Täter, die zur Gewalt führen, lassen sich nicht über einen Kamm scherren. Ein jugendlicher Schläger hat einen anderen Hintergrund als ein selbstmordender französischer Telekom Techniker oder eine Mutter die ihre Kinder ertränkt.
Gewalt hat viele Ursachen, aber jedes lässt sie sich auf den gesellschaftlichen Kontext zurückführen. Ein jugendlicher Amokläufer antwortet genau so wie ein Familien mordender Einfamilienhauserbesitzer auf seine Umwelt.
Die Gewalt ist ein Zerfallsprodukt des niedergehenden Wohlstandes. Mit dem wachsenden ökonomischen Druck nimmt die Gewalt zu.
Gegen die Gewalt helfen weder Zensur noch andere kosmetische Massnahmen. Es nützt nichts die Gesetze zu verschärfen, die Täter zu kastrieren und das Internet zu sperren.
Die Gewalt hat wirtschaftliche und soziale Ursachen. Solange an den Verhältnissen sich nichts ändert, nützt alle Prävention nichts.
Die ist nicht der Letzte über einen Amoklauf, der nächste Amoklauf kommt so sicher wie das Amen in der Kirche. Selbst wenn Counter Strike verboten wird Spielkonsolen zerstörten werden, bis es zum nächsten Gewaltausbruch kommt, ist nur eine Frage der Zeit.
Gewalttat in bayerischer Schule: Polizisten stoppten Amokläufer mit Schüssen
Das gesellschaftliche Sein bestimmt das Bewusstsein.
Karl Marx
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Autor: gedankenblitze • 17. September 2009 • Rubrik: Medien • Kommentare (0) •
Tags: Amok, Gesellschaft, Gewalt, Soziales, Wirtschaft, Ökonomie