A Star ist born: Didier Burkhalter

Noch vor einem Monat war Didier Burkhalter in der deutschen Schweiz ein unbekannter. Noch bevor er sein Amt als Bundesrat angetreten hat, ist er über Nacht zum Superstar geworden.
Nach dem Parlamentsputsch gegen Christoph Blocher, dem SVP-Krieg gegen Bundesrätin Widmer-Schlumpf und der Demontage von Samuel Schmid ging eine Bundesratswahl ohne störende Nebengeräusche über die Bühne.
Alleine die Wahl war schon bemerkenswert. Niemand warf mit Schmutz um sich und die Rowdys der SP und SVP hielten sich selber im Zaun.
Bemerkenswert ist das Didier Burkhalter, obwohl er Medienscheu ist, über Nacht zum Liebling der Medien wurde.
Didier Burkhalter ist für den Freisinn ein Glücksfall. Zwischen ihm und den reaktionären Goldküsten-Freisinn, der den Fall der Swissair und den Aufstieg Blochers zu verantworten hat, stehen Welt. Didier Burkhalter ist ein Sympathieträger für die FDP, er macht den Schaden wett, den Hans-Rudolf Merz angerichtet und holt Stimmen in der Mitte.
Bundesrat Didier Burkhalter bietet allen etwas. Er ist für Sparmassnahmen im Sozialwesen und für den Sozialstaat. Er ist für eine Öffnung der Schweiz und gegen einen EU-Beitritt. Er ist für die konventionelle Medizin und für die Naturheilkunde. Er spricht fliessend Deutsch und fliessen Französisch. Er ist für die Mitte und gegen Rechts und Links.
Didier Burkhalter ist genau das, was die Schweizer lieben. Er bewegt sich in der Mitte die die Schweizer lieben. Alles mit bedacht, vernünftig, sparsam und ja nicht laut und auffällig.
Die Linken mögen ihn, weil er Roger Köppel und den SVP-Pöbel in die Schranken gewiesen hat und der Mittelstand liebt ihn, weil er so unspektakulär ist.

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Autor: gedankenblitze  •  22. September 2009  • Rubrik: Medien •  Comments (0) • 
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