Hirschmann und das Zeitungssterben
Carl Hirschmann war eines der beherrschenden Themen in den News der letzten Tage. Sogar die selbst ernannten Qualitätsmedien berichteten über die Verhaftung von Carl Hirschmann.
Wieso die Medien Carl Hirschmann mit Starruhm versehen haben, ist unklar. Ausser der optischen Ähnlichkeit mit Nikolaj Walujew hat und es nicht schafft sein Hemd ordentlich zu zuknöpfen hat Carl Hirschmann nichts vorzuweisen.
Die Welt von Carl Hirschmann hat nichts mit der Welt der DurchschnittsschweizerInnen gemein.
Medien sind, da um den Horizont ihre Konsumenten zu erweitern und ihnen bei der Bewältigung ihres Alltags zu helfen. Wer arbeitslos ist, der interessiert sich in erster Linie für seine berufliche Zukunft. Wer überlastet ist, der sucht nach einem Ausgleich.
Den Klatsch, den die Qualitätsmedien breit treten, denn gibt es um sonst auf der Strasse.
Sollte den Qualitätsmedien der Stoff aus gehen, dann könnten sie sich dem Alltag zuwenden. Die Gesellschaft scheitert daran, dass das soziale Miteinander nicht mehr funktioniert. Es herrscht einen grossen Bedarf nach Information und Orientierung. Warum die Qualitätsmedien ihren Markt ignorieren und lieber ein reiches Bürschchen zum Star aufblasen als sich um ihre Kunden kümmern, ist bedauerlich.
Zum Glück sterben die Zeitungen, mit ihnen verschwinden die Plattitüden, die vom Wesentlichen ablenken.
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Autor: gedankenblitze • 10. November 2009 • Rubrik: Medien • Kommentare (0) •
Tags: Carl Hirschmann, Medien, Qualitätsmedien, Zeitungen, Zeitungssterben