Die Lohnschere
Laut Travail-Suisse sind im letzten Jahr, 2006 die Löhne der Manager um 20% gestiegen. Im Verlaufe der letzten vier Jahre, sind die Löhne des Top-Kaders sogar um zwei Drittel gestiegen.
2006 sind die Löhne der Arbeiternehmer nur um 0.1% gestiegen. Das heisst das die Lohnerhöhung der Chefs, das 80 Fache, der Lohnsteigerung der ArbeitnehmerInnen beträgt.
Gleichzeitig ist im Tagesanzeiger zu lesen, das Kinder für die Eltern ein Armutsrisiko darstellen. Obwohl der Arbeitsmarkt ausgetrocknet sein soll, steigt die Anzahl der SozialhilfebezügerInnen.
Das bedeutet nicht anders das der alte Pakt zwischen den ArbeitnehmerInnen und dem Kapital, vonseiten des Kapitals gekündet wurde. Der Pakt bestand aus der ungeschriebenen Abmachung: Geht es dem Kapital gut, dann geht es auch den ArbeitnehmerInnen gut. Das Volk musste brav die Wünsche des Kapitals an der Urne absegnen und es wurde dafür, mit sicheren Arbeitsplätzen und Wohlstand belohnt.
Die fetten Jahre sind für die ArbeitnehmerInnen vorbei. Zwar gibt es mehr Jobs (aber bei weitem nicht einen für jeden Arbeitssuchenden) als auch schon, aber die Konditionen sind mieser den je. Die Löhne sind tief und entwickeln sich nicht mehr. Dinge wie das die Arbeitgeber, persönliches Werkzeug (Meter, Ohrenschoner, Schutzkleidung etc.) und saubere Überhosen am Montag zur Verfügung stellt, sind Vergangenheit. Gerüchtweise gibt es sogar Betriebe, die den Arbeitern, nicht einmal mehr eine Dusche zur Verfügung stellen.
Die ganze Entwicklung läuft darauf hinaus, dass die grösste Errungenschaft der Schweiz: Die Sozialpartnerschaft und der Arbeitsfrieden je länger, umso mehr brüchig werden.
Der Verlust dieser historischen Errungenschaften destabilisiert die Schweiz und führt dazu, dass die Schweiz ihren grössten Standortvorteil, nämlich, des Sozialenfriedens verlustig geht.
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Autor: gedankenblitze • 26. Juni 2007 • Rubrik: Soziale Frage • Comments (0) •