SVP vs. Tierschutzanwälte

Ein einfacher Kontakt mit der Landwirtschaft reicht, um festzustellen, dass es um den Tierschutz in der Landwirtschaft schlecht bestellt ist.
Berufsbedingt haben die konventionellen Landwirte kein Verständnis für den Tierschutz.
In der konventionellen Landwirtschaft ist der Tierschutz eine Alibiübung. Wenn es hoch kommt, bauen die Bauern Freilaufställe oder gewähren ihren Tieren jeden Tag Auslauf. Zu mehr liegt nicht drin.
Die Einsicht, dass Tierschutz auch etwas mit einer tiergerechten Zucht zutun hat, ist noch nicht zu den Nutztierzüchtern vorgedrungen.
Zu Krüppel gemästete Hühner, Truthähne und Schweine wiedersprechen dem Gedanken des Tierschutzes. Hochgezüchtete Kühe, die so grosse Euter haben, dass sie nicht mehr laufen können und nach drei Laktationsperiode sterben, laufen dem Tierschutzgedanken zu wieder.
Die eng mit der Fenaco, Landi, Landmaschinen und der chemischen Industrie verflochtene SVP hat kein Interesse an einer artgerechten und extensiven Tierhaltung. Für einmal sind sich alle SVPler einig. Landmaschinenproduzent Spuhler, Chemiefabrikant Blocher, Landi-Filialleiter Mauer, Fenaco-Verwaltungsrat Baader und die Milchseen und Fleischberge produzierenden Bauern, wollen nichts von Tieranwälten und noch weniger vom Tierschutz wissen.
Wer die Todesstrafe und das Folterverbot zur Disposition stellt, dem stört es nicht, wenn Tiere gequält werden.

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Autor: gedankenblitze  •  26. Januar 2010  • Rubrik: Politik •  Kommentare (0) • 
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