Milchkartell

Die Einflussnahme der SVP auf den Milchmarkt, ist ein für die Schweiz einmaliger Vorgang.
Die SVP fordert die BOM (Branchen Organisation Milch) ultimativ auf, den Milchpreis um 6 bis 8 Rappen per Liter zu erhöhen. Des weitern verlangt die SVP von der BOM, dass mehr Milchproduzenten in das Leitungsgremium aufgenommen werden.
Das Problematische an dem Vorgehen der SVP ist, dass sie gleichzeitig die Interessen der Milchproduzenten und Kraftfutterherstellerin Fenaco vertritt. Die Fenaco hat ein Interesse daran möglichst viel Kraftfutter zu verkaufen und die Milchbauern wollen soviel Milch als möglich produzieren.
Die Milch-Überkapazität, an der die SVP-Klientel verdient, geht zulasten der Natur, der Tiere und der Steuerzahler.
Die Art und Weise, mit der die SVP politische Macht mit wirtschaftlicher Interessen vermengt, ist erpresserisch.
Dieser Vorgang ist in etwa so, als ob wenn die Lehrerpartei SP die volle Autonomie für die Lehrer verlangen würde. Die Leher dürften ihren Lohn, ihre Arbeitszeiten, ihre Bezüge und ihre Ferien selber festlegen und wären zugleich ihr eingenes Aufsichtsgremium.
Abgesehen von dem zweifelhaften Anliegen, dass die SVP verflogt, könnten die anderen Parteien wieder einmal etwas von ihr lernen. Alle anderen Berufsgruppen wünschen sich einen Fürsprech, der sich so konsequent für ihre Interessen einsetzt, wie es die SVP für die Bauern tut.

Konkret verlangt die SVP von den Entscheidungsträgern in der BOM, dass sie an der kommenden Sitzung vom 28. Januar das beschlossene dreistufige Marktmodell konsequent umsetzen und den Milchpreis um 7 bis 8 Rappen anheben … Ferner fordert die SVP, dass die Produzenten ihre Vertreter in der BOM selber bestimmen können. Nur so könnten in Zukunft ausgewogene Entscheidungen getroffen werden und ein stabiles Mengen- und Preisgefüge erhalten werden. LID»

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Autor: gedankenblitze  •  27. Januar 2010  • Rubrik: Landwirtschaft •  Kommentare (0) • 
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