Die GPK und der Bundesrat
Der Untersuchungsbericht der GPK über den Bundesrat und die UBS hat nichts Neues zutage gebracht.
Bundesrat werden ist heute keine Berufung mehr. Heutige Bundesräte betrachten ihr Amt als ein Karriereschritt. Die meisten Bundesräte wechseln irgendwann im Verlaufe ihrer Karriere von der Wirtschaft in die Politik über.
In der Politik machen sie für ihre ehemaligen Arbeitgeber die Lobbyarbeit und gehen nach einigen Jahren wieder in die Wirtschaft zurück (Ruth Metzler, Kaspar Villiger, Flavio Cotti …). Altbundesräte lassen sich von der Wirtschaft für ihre geleisteten Dienste mit lukrativen Verwaltungsratmandaten belohnen.
Um festzustellen, dass es mit der Intelligenz und dem Realitätssinn der Bundesräte nicht allzu weit her ist, braucht es keine GPK.
Über das korrupte Handeln und die Versäumnisse des Bundesrats wurde schon alles geschrieben. Dazu gibt es nichts mehr zusagen.
Rückblickend gesehen war es gut, dass der Bundesrat die Krise verschlafen hat. Wer Nichts macht, der kann nichts Falsches machen.
Dadurch, dass der Bundesrat die Krise ignorierte, entstand keine Panik und keine Aufregung.
Die Schweiz hat die Krise überstanden. Dank der sparsamen Haushaltsführung und der soliden Finanzen musste sich die Schweiz nicht verschulden.
Obwohl die Gesetze durch den Bundesrat und die Verwaltung mehrfach gebrochen wurde, entstand kein Schaden.
Der Finanzplatz hat die Abschaffung des Bankgeheimnisses unbeschadet überstanden. Dank der stabilen Verhältnisse ist die Schweiz ein sicherer Hafen für reiche Anleger und Investoren.
Eines der besten Argumente für die Anleger ist, dass die Schweiz kein Mitglied der Eurozone ist und deshalb von der EU nicht in den Abgrund gezogen werden kann.
Popularity: 31%
Verwandte Beiträge
Autor: gedankenblitze • 2. Juni 2010 • Rubrik: Politik • Comments (0) •
Tags: Banken, Bundesrat, GPK, Grosskapital