Bündner Wahlfarce
Das Bünder Volk hat gewählt. Auf den ersten Blick erscheint das Resultat der bünder Regierungswahlen ganz respektabel.
Die SP und BDP konnten ihre Mandate behalten und die SVP hat den Einzug in die Regierung verpasst.
Erst ein Blick auf die Wahlbeteilung zeigt, dass Graubünden nicht gewählt hat. Die Stimmbeteiligung betrug 36.22 Prozent. Rund zweit Drittel der Wahlberechtigten sind zu Hause geblieben.
Das Resultat zeigt, dass die meisten Schweizer von der Classe Politique genug haben. Selbst mit aufwendigen Plakat- und Werbeaktionen, Bingo- und Quizspielen, lassen sich die Wähler nicht mehr an die Urne bringen.
Die Politikverdrossenheit der Schweizer ist nicht verwunderlich. Volksentscheide werden per dringlichen Bundesbeschluss ausgehebelt und für einflussreiche Firmen und Privatpersonen werden die Gesetze ausser Kraft gesetzt.
Selbst die SVP, die Protestpartei schlechthin mag die Wähler nicht zu mobilisieren. Die Wähler haben den Staat und seine Institutionen abgeschrieben.
Wahlen sind eine Demonstration der politischen Ohnmacht und kein Zeichen mehr für einen lebendigen und demokratischen Staat.
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Autor: gedankenblitze • 13. Juni 2010 • Rubrik: Politik • Comments (0) •
Tags: BDP, Graubünden, Mischpoke, Politik, SP, SVP, Wahlen, Wahlen 2010