Abwrackkandidat: Bundesrat & Co.

Von dem was die Schweiz einst war ist nichts mehr übrig geblieben. Innert kürzester Zeit brach das Fundament zusammen, auf dem das System ruhte.
Die konservative NZZ liest sich heute streckenweise, wie ein linksradikales Blatt in den 1980er Jahren. Sie beklagt die Inkompetenz des Bundesrats und fragt sich, wieso Rechtsbrüche in Bundesbern zur Tagesordnung gehören.
Die konservativen Macher der NZZ konstatieren das der Bundesrat auf gehört hat zu funktionieren und stellen Überlegen zu Reformen an. Neuerdings stören sich die NZZler sogar an der Willfährigkeit der Politiker gegenüber der Banken und der Wirtschaft.
Wer vor 40 Jahren das sagte, was heute in der NZZ steht, dem wurde gesagt: Wenn es Dir nicht passt, dann kannst Du nach Moskau gehen.
Der Niedergang der Schweiz hängt mit dem Niedergang des wirtschaftsliberalen Bürgertums zusammen. Die Komplizenschaft der FDP gegenüber der SVP und der Untergang der Swissair haben dem wirtschaftsliberalen Bürgertum die Gestaltungskraft gekostet.
Wer hätte gedacht, dass die allmächtige FDP eines Tages zu einem Witz verkommt.
Will die Schweiz überleben, dann muss sie sich neu erfinden. Nicht die Linken und nicht SPler verlangen nach Reformen, die Bürgerlichen selber rufen am lautesten danach.
Selbst die Feststellung das es der Schweiz heute besser ging, wenn die Schweizer in den 1980er die von den Grünen und SP gehört hätten, hilft nicht weiter. Sie ist nicht einmal der Anlass zu Schadenfreude.

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Autor: gedankenblitze  •  30. Juni 2010  • Rubrik: Politik •  Comments (0) • 
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