Wirtschaft: Depression oder Aufschwung?
Die Situation könnte nicht widersprüchlicher sein. Während einige US-Ökonomen in schwärzesten Farben den Teufel an die Wand malen, erholt sich in der Schweiz und in Europa die Wirtschaft.
Die Schwarzmalerei der Mainstreammedien entbehrt jeglicher Grundlage. Europa ist nicht die USA, wenn die Ökonomie in den USA stagniert, heisst das noch lange nicht, dass in der Schweiz und in Nordeuropa die Wirtschaft auch leidet.
Dass die Probleme in Amerika gewaltig sind und die US-Ökonomie unter einem Double Dip leiden, mag stimmen. Aber für Deutschland und die Schweiz trifft dies nicht zu. Die Arbeitslosenzahlen sinken seit Monaten kontinuierlich und das Gespenst des Personalmangels geistert schon bald wieder durch die Personalbüros.
Die Europäer profitieren vom Aufstieg China und Indiens. Was nicht mehr in die USA exportiert werden kann, wird nach Asien exportiert.
Zwar wird es mehrere Jahre bis Jahrzehnte dauern, bis Indien und China die USA ersetzten können, aber der Prozess ist nicht mehr aufzuhalten.
Für die USA sieht die Zukunft rabenschwarz aus. Ob es den Europäer passt oder nicht, ihnen bleibt nichts anders als sich den Chinesen, den neuen Herren der Welt zu unterwerfen. „Wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe“
Double-Dip
Dippen heißt so viel wie eintauchen. Ein “Double-Dip” bedeutet dann das zweimalige eintauchen. In der Börsensprache könnte man auch “abtauchen” sagen. Denn genau das ist gemeint: Das Abtauchen eines Wertes ins Minus. Meist spricht man von einem “Double-Dip” in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes: Floriert die Volkswirtschaft, weist sie positive Wachstumsraten auf. Befindet sie sich in einer Rezession, sind die Vorzeichen im Minus. Dreht die Konjunktur während eine Aufschwungphase zum zweiten Mal hintereinander ins Minus, so spricht man von einem “Double-Dip”.
Die von Börsianern ungeliebte Erscheinung, wird in ihrer Auswirkung von Wirtschaftswissenschaftlern moderat beurteilt. Während Marktteilnehmer regelmäßig davon ausgehen, dass ein erneutes Abtauchen einer Volkswirtschaft in eine Rezession schlimme Auswirkungen auf die Weltwirtschaft hat, bewertet die Wissenschaft zwischenzeitliche konjunkturelle Schwächephasen als nicht problematisch. Anzeichen für ein Double-Dip sind beispielweise, dass Unternehmen Investitionen zurückhalten, obwohl das Zinsniveau niedrig ist und die Unternehmensaussichten gut sind, oder dass Firmen zögern, ihre Lager aufzufüllen, obwohl sich der Auftragseingang beschleunigt und verbessert hat.
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Autor: gedankenblitze • 7. Juli 2010 • Rubrik: Wirtschaft • Comments (0) •
Tags: Aufschwung, China, Depression, Indien, USA, Wirtschaft, Ökonomie